Prüfungsaktivität - Was ist das?

Vielleicht haben Sie schon einmal vom Begriff "prüfungsaktiv" gehört und sich gefragt, was er bedeutet. Hier eine kurze Erklärung:

Seit einigen Jahren gibt es in Österreich eine neue Universitätsfinanzierung. Die Republik Österreich finanziert die öffentlichen Universitäten und damit zu einem großen Teil auch Ihr Studium. Die Verteilung der Mittel in Österreich beruht darauf, wie viele Studien an einer Universität "prüfungsaktiv" betrieben werden. Dabei werden Bachelor-, Diplom- und Masterstudien als „prüfungsaktiv“ gezählt, wenn im Studienjahr mehr als 16 ECTS-Punkte positiv absolviert wurden. In Summe wurden an der Universität Wien von Ihnen im Studienjahr 2020/21 rund 53.000 prüfungsaktive Studien betrieben. Das Ziel, das erreicht werden soll, wird alle drei Jahre zwischen dem Ministerium und der Universität festgelegt.

Jeder ECTS-Punkt zählt: für Sie persönlich und für die Universität Wien.

Zum Studieren gehört es, Prüfungen abzulegen und schriftliche Arbeiten zu verfassen. Das ist Ihr ganz persönlicher Erfolg und Sie kommen im Studium voran. Wenn Sie in Ihren Studien prüfungsaktiv sind, tragen Sie auch dazu bei, dass die Universität Wien mehr Geld für innovative Forschung und gute Lehre bekommt. Aus beiden Gründen ist es der Universität Wien ein Anliegen, dass Sie viele Prüfungen erfolgreich ablegen. 

Ihre Studienprogrammleiter*innen, Prüfer*innen und Lehrenden setzen laufend Maßnahmen, damit Sie Prüfungen erfolgreich ablegen können. Wie profitieren Sie davon?

  • Nutzen Sie Lehrangebote im Sommer, damit Sie gut vorbereitet in das nächste Wintersemester starten können.
  • Schreiben Sie im Sommer Ihre Master-, Seminar- oder Bachelorarbeiten (fertig) und vereinbaren Sie dazu mit Ihren Lehrenden/Betreuer*innen einen Zeitplan.
  • Kontaktieren Sie Ihr SSC, wo Sie im Studium nicht vorankommen, z.B. wegen
    • Engpässen im Lehrangebot,
    • mangelnder Info über die Prüfungsanforderungen oder Prüfungstermine oder
    • fehlender Beurteilungen (4 Wochen nach der Prüfung).
  • Kontaktieren Sie Ihre Lehrenden, wenn
    • Ihnen Feedback zu Ihren Leistungen fehlt, damit Sie sich auch verbessern können oder
    • die Seminar- oder Masterarbeit stockt.
  • Lesen Sie unsere Tipps zu Lernstrategien.


Nützen Sie diese Angebote, planen Sie die nächsten Prüfungen.

FAQs zur Prüfungsaktivität

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  • Wann gelten Studierende als prüfungsaktiv?

    Studierende, die im Studienjahr in einer Studienrichtung mindestens 16 ECTS-Punkte erbringen, gelten als prüfungsaktiv. Die Prüfungsaktivität wird bei Bachelor-, Diplom- und Masterstudien gemessen. Doktoratsstudien sind ausgenommen. Für die Berechnung der Prüfungsaktivität werden nur positive ECTS-Punkte herangezogen. ECTS-Punkte aus Anerkennungen fließen nicht in die Berechnung ein. Gezählt werden alle prüfungsaktiven Studien.

  • Warum ist Prüfungsaktivität wichtig?

    Je höher die Anzahl der prüfungsaktiven Studien ist, desto mehr finanzielle Mittel stehen der Universität für Lehre und Forschung zur Verfügung. Außerdem kann der Nachweis der Prüfungsaktivität Voraussetzung für Beihilfen, wie z.B. die österreichische Familienbeihilfe, sein.

  • Was ist der Unterschied zwischen Mindeststudienleistung und Prüfungsaktivität?

    Mindeststudienleistung: 16 ECTS-Punkte innerhalb von 4 Semestern

    Für jedes Bachelor- und Diplomstudium, für das Studierende ab dem Wintersemester 2022/23 erstmals zugelassen werden oder das sie wiederaufnehmen, ist die sogenannte Mindeststudienleistung zu erbringen. D.h. innerhalb der ersten vier Semestern müssen Studierende 16 ECTS-Punkte absolvieren.

    Achtung: Wird die Mindeststudienleistung nicht erbracht, erlischt die Zulassung zu diesem Studium. Weitere Informationen zur Mindeststudienleistung.

    Prüfungsaktivität: 16 ECTS-Punkte innerhalb eines Studienjahres

    Die Prüfungsaktivität beeinflusst die Höhe des Universitätsbudgets. Das Nicht-Erbringen der Prüfungsaktivität hat keine studienrechtlichen Auswirkungen auf Sie persönlich.

  • Werden wegen der Prüfungsaktivität die Leistungsansprüche gesenkt und die Prüfungen leichter?

    Nein. Es ist ganz klar, dass an dieser Schraube nicht gedreht wird. Es kommt weiterhin auf Ihre Leistung an.

  • Was passiert, wenn ich nicht prüfungsaktiv bin?

    Das Nicht-Erbringen der Prüfungsaktivität hat keine studienrechtlichen Auswirkungen auf Sie persönlich. Es gibt einige gute Gründe dafür, dass Studierende zeitweise weniger Prüfungen ablegen: Erwerbstätigkeit, Familie und Betreuungspflichten.

    • Wenn Sie aus persönlichen Gründen auf bestimmte Zeit keine Prüfungen absolvieren können, gibt es die Möglichkeit, eine Beurlaubung zu beantragen.
    • Mehrfachstudien sind ein häufiger Grund für geringe Prüfungsaktivität bei Studierenden. Sollten Sie ein oder mehrere Nebenstudien nicht mehr betreiben, können Sie das Studium schließen.
    • Abbrüche von Prüfungen oder Lehrveranstaltungen aus wichtigem Grund, sollten ebenfalls stets mitgeteilt werden, um anderen Studierenden eine Chance auf freigewordene Plätze zu ermöglichen.
  • Welche Unterstützungsmaßnahmen gibt es, um prüfungsaktiv zu werden/zu bleiben?

    So kommen Sie im Studium weiter:

    • Planen Sie Ihr Semester.
    • Lernen Sie kontinuierlich mit.
    • Nutzen Sie die Lernunterlagen in Moodle.
    • Bilden Sie Lerngruppen.
    • Nutzen Sie Tutorien etc.
    • Gehen Sie zu Prüfungen.

    Informationen zur Semesterplanung

    Nutzen Sie die Angebote für Ihr Studium, um ans Ziel zu kommen. Die Universität unterstützt Sie dabei mit folgenden Services:

    Wir informieren Sie laufend über den Newsletter, die Website und über die Social Media Kanäle der Universität Wien.